Press release


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Serbia - EU progress

Serbia must end politicking and implement Kosovo agreement


The European Parliament today adopted a report assessing Serbia's progress towards EU membership, just one month after the decision to grant EU candidate status to the country. The Greens supported the EP report, which welcomed the candidate status decision but highlighted the need for Serbia to continue with its reform efforts. However, the group criticises the failure of the Serbian government to sign an agreement with Kosovo, which was a condition of the decision on candidate status. After the vote, Greens foreign affairs spokesperson Franziska Brantner said:

"The EP has today acknowledged the reform progress being made by Serbia but underlined that outstanding problems will not be simply brushed under the rug. This balanced message aims to strengthen the hand of reform-oriented actors ahead of the forthcoming parliamentary elections in Serbia.

"However, the latest foot-dragging of the Serbian government is casting a shadow over the overall positive developments of recent weeks. A key factor in the decision to extend candidate status was the agreement between Serbia and Kosovo on an EU-brokered deal on regional cooperation and border control at the end of February (1). Regrettably, the Serbian government is stalling and refusing to sign this agreement, event though the signature was understood to be a mere formality. The failure to do so is against the interests of the people in the region and ridicules the EU's goodwill. Belgrade should end this pre-electoral politicking and ensure this key agreement is implemented without any further delay."

(1) See the Green press release from last week: http://www.greens-efa.eu/serbia-kosovo-5411.html

Serbien

Taktierereien werfen Schatten auf Serbiens EU-Ambitionen


Das Europäische Parlament hat heute seinen jüngsten Fortschrittsbericht zu Serbien verabschiedet. Der Bericht folgt der Entscheidung des Europäischen Rats zu Beginn des Monats, Serbien den politisch bedeutsamen EU-Kandidatenstatus zu verleihen. Die Abgeordneten begrüßen in ihrem Bericht diesen Schritt, machen aber ebenso deutlich, dass das Land noch erhebliche Reformanstrengungen unternehmen muss. Die Grünen teilen diese Einschätzung, kritisieren jedoch, dass die serbische Regierung bis heute nicht das Abkommen mit Kosovo unterzeichnet hat, dessen Vereinbarung Voraussetzung zur Verleihung des Kandidatenstatus war. Dazu erklärt Franziska Brantner, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

"Das Europäische Parlament hat heute das richtige Signal an Serbien gesandt: Die Fortschritte des Landes werden anerkannt, die bestehenden Probleme aber nicht unter den Teppich gekehrt. Mit dieser ausgewogenen Botschaft stärken die Abgeordneten den Reformkräften in Serbien wenige Wochen vor den serbischen Parlamentswahlen den Rücken.

Die jüngsten Taktierereien der serbischen Regierung werfen nun aber einen Schatten auf die insgesamt erfreulichen Entwicklungen der letzten Wochen. Belgrad hatte Ende Februar unter EU-Vermittlung eine Übereinkunft mit Kosovo zum 'integrierten Management' der gemeinsamen Grenze gefunden (1). Dies war Voraussetzung für die Verleihung des Kandidatenstatus an Serbien durch die EU wenige Tage später. Was dann nur noch eine Formsache hätte sein sollen, wird von Belgrad nun zum Politikum gemacht: Die Regierung hat bis heute ihre Unterschrift unter das Abkommen zurückgehalten und verhindert damit seine Umsetzung.

Diese Verzögerungstaktik geht zu Lasten der Menschen im Nordkosovo und verhöhnt das Entgegenkommen der EU. Der zuständige serbische Innenminister muss sich trotz Wahlkampf seiner Amtspflichten besinnen und nun unverzüglich seine Unterschrift unter das Abkommen setzen, so wie es seine Regierung der EU zugesagt hat. Andernfalls macht er es Befürwortern des serbischen Beitrittsprozesses wie mir schwer, für die EU-Integration seines Landes zu werben."

Anmerkung:

(1) Siehe Pressemitteilung vom 24. Februar 2012: http://www.greens-efa.eu/serbien-kosovo-dialogprozess-5410.html


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