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Food miles

Wo war Ihr Essen gestern abend?

Grün wirkt: Für kurzen Transport

Unsere Nahrung wird über sehr lange Strecken transportiert - nur weil hier ein paar Zutaten oder dort bestimmte Tätigkeiten in der verarbeitenden Industrie ein bisschen billiger sind. Lebende Tiere werden über ewige Wege gequält, damit die Fleischwirtschaft kosten senken kann. Die Konzentrationsprozesse in der Nahrungsmittelindustrie tragen dazu bei, die Kluft zwischen Erzeugern und Verbrauchern immer weiter zu vergrößern – unterwegs geht sehr viel von der Lebensmittelqualität verloren.

Wussten Sie schon, dass

  • das Vereinigte Königreich 1998 gut 60 000 Tonnen Hühnerfleisch aus den Niederlanden importiert1998 hat. Im selben Jahr hat Großbritannien mehr als 33 000 Tonnen wieder zurück in die Niederlande exportiert.
  • die EU 1999 44 000 Tonnen Fleisch aus Argentinien eingeführt1999 hat, 11 000 Tonnen aus Botswana, 40 000 Tonnen aus Polen und mehr als 70 000 Tonnen aus Brasilien. Im selben Jahr hat die EU 874 211 Tonnen Fleisch in den Rest der Welt exportiert.
  • 2002 wurde mehr als die Häfte des in der EU verzehrten Fisches ausserhalb der EU gefischt. Meistens kam er aus den Gewässern Afrikas und Asiens, wo unsere Fischerei zur Bedrohung für die Ernähungssicherheit der örtlichen Gemeinschaften werden kann.
Die EU-Richtlinien zur Lebensmittelhygiene und –sicherheit sind Ausdruck und Ergebnis der immer längeren Transportwege. Der Einsatz vieler Zusatz- und Konservierungsstoffe in unserem Essen wird überhaupt nur wegen der überlangen Strecken nötig. Gleichzeitig machen kleinere Verarbeitungsbetriebe dicht, weil sie die steigenden Investitionen für Hygiene und Nahrungsmittelsicherheit nicht mehr schultern können. Frische und regionaltypische Produkte verschwinden stetig von unseren Wochenmärkten.

Die Grünen setzen sich ein für den Verzehr von Nahrungsmitteln, die nur über kurze Strecken transportiert werden. Für kleine Erzeuger, Hofläden und eine Reihe frischer Produkte konnten wir bereits einige wichtige Ausnahmeregelungen in der EU-Gesetzgebung durchsetzen. Aber die lokale und regionale Vermarktung von Qualitäts-Lebensmitteln braucht noch deutlich mehr Unterstützung durch die EU. Derzeit arbeiten wir an neuen EU-Vorschlägen, um den Verzehr von Nahrungsmitteln zu begünstigen, die nur über kurze Strecken transportiert worden sind.

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