Gemeinsam stärker - Binnenmarkt und Sozialunion gehören zusammen
Koordinierung der Sozialsysteme
Das Europäische Parlament hat sich heute für eine bessere Koordinierung der Sozialsysteme innerhalb der EU ausgesprochen. Die Grünen/EFA-Fraktion begrüßt die engere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und den damit verbundenen besseren Schutz der Rechte von Arbeitnehmenden. Künftig können Arbeitnehmende ihre Sozialversicherungsansprüche – etwa auf Arbeitslosengeld oder Rente – unabhängig davon geltend machen, in welchem EU-Mitgliedstaat sie leben.
Katrin Langensiepen, stellvertretende Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, kommentiert:
„Wer Europa ernst meint, muss auch das Soziale europäisch denken. Binnenmarkt ja, Sozialunion nein? Dieser Gegensatz hat ausgedient. Europa wächst im Alltag der Bürger und Bürgerinnen zusammen. Die heutige Abstimmung war ein weiterer Schritt hin zu mehr Freiheit und sozialer Sicherheit in Europa. Künftig können Arbeitnehmende ihre Sozialversicherungsansprüche dort in Anspruch nehmen, wo sie leben und arbeiten möchten.
Nach jahrelangen Verhandlungen können mehr als 14 Millionen Menschen in grenzüberschreitenden Arbeitsverhältnissen aufatmen. Sie haben nun endlich Klarheit darüber, welcher Mitgliedstaat für ihre Sozialversicherungsansprüche zuständig ist. Dieser Erfolg stellt sicher, dass Arbeitnehmende in ganz Europa die gleichen Rechte genießen wie ihre Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Insgesamt ist die Abstimmung ein großer Schritt zu mehr gemeinsamer sozialer Verantwortung in Europa.”

