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Presse­mitteilung |

EU-Parlament fordert Recht auf Reparatur und starken Verbraucherschutz

Nachhaltiger Binnenmarkt

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments fordern die verpflichtende Kennzeichnung von Produkten hinsichtlich ihrer Lebensdauer und Reparaturmöglichkeiten, außerdem soll durch Hersteller absichtlich verkürzte Lebensdauer von Produkten in eine Liste unlauterer Geschäftspraktiken aufgenommen werden. Die Grünen/EFA setzten ihre zentralen Forderungen im Bericht „Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Binnenmarkt für Unternehmen und Verbraucher“ von Berichterstatter David Cormand (Grüne/EFA) durch. Soeben wurden die Ergebnisse der Abstimmung bekannt gegeben. Kennzeichnung von Lebensdauer und Reparaturmöglichkeiten von Produkten und das Recht auf Reparatur geben Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr Transparenz bei ihrer Kaufentscheidung, reduzieren Abfall, fördern Recycling und schützen Umwelt und Klima. Mit dem Initiativbericht positionieren sich die Abgeordneten zum Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft der Europäischen Kommission, einem der zentralen Bausteine des Grünen Deals.  

 

Anna Cavazzini, Vorsitzende des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, kommentiert:

„Das Europäische Parlament fordert das Recht auf Reparatur mit Reparaturanleitungen, Ersatzteilen und Updates für alle im Europäischen Binnenmarkt. Das ist ein großer Erfolg, um die Kreislaufwirtschaft anzukurbeln, damit Elektroschrott gar nicht erst entsteht. Wir freuen uns, dass sich das Europäische Parlament hinter unsere Grünen Forderungen nach verpflichtender Kennzeichnung von Reparierbarkeit und Lebensdauer von Produkten stellt und vorzeitigem Verschleiß von Produkten einen Riegel vorschieben will.

Der Erfolg des Europäischen Grünen Deal entscheidet sich auch an der Ladentheke. Nachhaltigkeitsstandards wie Reparierbarkeit oder Langlebigkeit sowie Transparenz der Umweltkosten eines Produktes stellen sicher, dass Verbraucherinnen und Verbraucher nachhaltig einkaufen können. Es macht keinen Sinn für Umwelt, Klima und den Geldbeutel, Smartphones, Waschmaschinen und andere Produkte zu Wegwerfartikeln zu machen.

Mit dem größten Binnenmarkt der Welt haben wir einen mächtigen Hebel in der Hand, die Klimakrise anzugehen. Die Kreislaufwirtschaft kann den Europäischen Binnenmarkt zum nachhaltigsten, innovativsten und grünsten Binnenmarkt der Welt machen und ein hohes Maß an Verbraucherschutz garantieren.“

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Zuständige Abgeordnete

Anna Cavazzini
Anna Cavazzini
Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament

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