Pressemitteilung


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Urbane Mobilität

EU-Abgeordnete fordern nachhaltige Verkehrspolitik


Am heutigen Mittwoch hat das Europäische Parlament einen Bericht der grünen EU-Abgeordneten Karima Delli zur urbanen Mobilität verabschiedet. Pünktlich zum Auftakt der Klimakonferenz in Paris haben die Abgeordneten eine Abkehr von Diesel- und Benzin-Autos und Konzepte für umwelt- und gesundheitsfreundliche Mobilität in Europas Städten gefordert. Die Abstimmung kommentiert die verantwortliche Berichterstatterin Karima Delli:

"Verkehrspolitik ist entscheidend für den Klimaschutz. Der Verkehr ist in den urbanen Zentren für 70 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Verkehr ist zu oft gleichbedeutend mit Luftverschmutzung, verstopften Straßen und Stress. Wir müssen uns auch im Verkehr von den fossilen Energien verabschieden. Der Bericht ist dafür ein klares Signal. Die EU-Abgeordneten haben sich für ein Umdenken in der Verkehrspolitik ausgesprochen. Für eine Abkehr von den fossilen Energien gibt es erste wichtige Schritte: Der Anteil von Benzin- und Dieselfahrzeugen soll bis 2030 zu halbiert und bis 2050 völlig abgeschafft werden. Die Grünen/EFA-Fraktion hat sich dafür eingesetzt, dass die Steuervergünstigungen für Diesel-Fahrzeuge auslaufen müssen, konnte sich damit aber noch nicht durchsetzen. 

Die Städte in den EU-Mitgliedsländern sollen Verkehrspläne entwickeln, die den Verkehr verringern zum Beispiel mit Zonen, in denen weniger Emissionen ausgestoßen werden dürfen, mit einer besseren Infrastruktur für Fahrräder und Car-sharing. Verkehrspläne dürfen nicht mehr das Auto in den Mittelpunkt stellen, sondern öffentliche Verkehrsmittel wie Trambahnen und eine bessere Infrastruktur für Fahrradfahrer."