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Keine weiteren Frauenmorde

Keine Straflosigkeit! - Bilanz und Perspektiven

MEP Raül Romeva möchte Sie gerne zur zweiten Konferenz über den Feminizid und einem anschließenden Strategie-Treffen im Europäischen Parlament einladen

KEINE WEITEREN FRAUENMORDE – KEINE STRAFLOSIGKEIT!
BILANZ UND PERSPEKTIVEN

Datum: 19. November 2009
Konferenz: 9:00 bis 13:00
Strategie-Treffen: 15:00 bis 18:00

Ort: Europäisches Parlament

Der Frauenmord (Feminizid) ist die wohl grausamste Art der Gewalt gegen Frauen. Die Ermordung von Frauen ist ein gravierendes Problem, besonders (aber nicht nur) in Mexiko – mit dem emblematischen Fall der Grenzstadt Ciudad Juárez – und in den mittelamerikanischen Ländern. Seit allerdings auch anderenorts Angehörige und Frauenorganisationen ihre Stimme gegen dieses Verbrechen und dessen völlige Straflosigkeit erheben, welche in den meisten Fällen die Mörder schützt, wurde deutlich, dass das Phänomen weit jenseits dieser Region verbreitet ist.

Vor zwei Jahren verabschiedete das Europäische Parlament eine Entschließung zu den Frauenmorden in Mexiko und Mittelamerika und zur Rolle der Europäischen Union bei der Bekämpfung dieses Phänomens. Die Resolution unterstrich die staatliche Verantwortung für Prävention, Strafverfolgung und Abschaffung von Gewalt gegen Frauen und gab den Anstoß für eine Reihe gesetzgeberischer Initiativen zur Beendigung der Straflosigkeit in Lateinamerika. Zudem stellte die Resolution eine Liste von Forderungen an die Europäischen Institutionen zum Kampf gegen Frauenmorde auf. Die EU verfügt durchaus über zahlreiche Möglichkeiten der Einflussnahme und Unterstützung; was fehlt, ist oftmals eine Bekräftigung des politischen Willens.

Das Mandat der derzeitigen EU-Kommission geht zu Ende. Die künftige EU-Kommission sollte ihre Amtszeit mit eindeutig definierten und so schnell wie möglich zu erfüllenden Aufgaben antreten. Zudem wird Schweden in Kürze die EU-Ratspräsidentschaft an Spanien übergeben, dessen Regierung für die Organisation des kommenden EU-Lateinamerika/Karibik (EU-LAK) Gipfels zuständig ist. Dieser wird am 18. Mai 2010 in Madrid stattfinden. Ziel der Konferenz ist die Ausarbeitung einer klaren Strategie mit dem Ziel, das Thema der Frauenmorde auf die Tagesordnung des Gipfels zu setzen.

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der wenige Tage später, am 25. November, begangen wird, zieht die Konferenz Bilanz: Was haben die EU, Mexiko und die mittelamerikanischen Länder seit der Annahme der Entschließung für den Kampf gegen Frauenmorde getan? Welche Schwierigkeiten traten auf? Und wie kann die Wirkung der EP Entschließung in der Region erhöht werden, insbesondere im Vorfeld des Gipfels in Madrid?

Registrierung

Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme mit dem beigefügten Antwortformular
an Jimenez@boell.eu oder Gabriele.Kueppers@europarl.europa.eu
bis spätestens zum 13. November 2009. Geben Sie "Feminicide 19-11" in der Betreffzeile an.

Übersetzung: ES, EN, DE

Die Konferenz und das anschließende Strategie-Meeting werden in Zusammenarbeit mit dem Central American Women's Network (CAWN) und dem European Center for Constitutional Rights (ECCH) organisiert.

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