Conflict Minerals- Luwowo Coltan mine near Rubaya
© MONUSCO | Sylvain Liechti

Pressemitteilung


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Erstmals bindende EU-Regeln für den Import

Mineralien aus Konfliktgebieten


Am heutigen Donnerstag hat das Europäischen Parlament für neue Regeln im Umgang mit Mineralien aus Konfliktgebieten gestimmt. Ziel der neuen Regelung ist es, dass Mineralien, die in die EU importiert werden, wie z.B. Zinn, Tantal, Wolfram, deren Erze und Gold, keine Konflikte in den Herkunftsländern finanzieren. Dazu müssen die Importeure nachweisen, dass vom Abbau, von der Veredelung und dem Transport der Mineralien keine Konfliktpartei profitiert, sagt die Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, Ska Keller:

„Das ist ein grüner Erfolg, mit dem wir blutigen Konflikten und Bürgerkriegen rund um die Welt den Geldhahn zudrehen. Das Gesetz hilft Fluchtursachen zu bekämpfen und Globalisierung gerecht zu gestalten. Erstmals schafft die EU verbindliche Regelungen für die Lieferkette von Produkten. Wir drängen darauf, dass auch zum Beispiel in den Lieferketten von Kleidung Arbeitnehmerrechte und Umweltbestimmungen eingehalten werden.

Das Gesetz muss noch weiter überarbeitet werden, denn es greift nicht, wenn Konfliktmineralien in Laptops, Handys oder anderen elektronischen Geräten verbaut werden. Diese großen Schlupflöcher müssen gestopft werden. Es ist ein Armutszeugnis für die konservativen und liberalen Regierungen in den EU-Mitgliedsstaaten, dass sie weiter gehende Regeln verhindert haben.“

Judith Sargentini, Sprecherin für Entwicklungspolitik der Grünen/EFA Fraktion auf deren Initiativbericht (1) die Gesetzgebung zurückgeht, fügt hinzu:

„Die Grünen/EFA-Fraktion hat sich seit Jahren für verbindliche Regeln eingesetzt und wir haben uns am Ende damit durchgesetzt. Dieser Erfolg zeigt, dass wir etwas ändern können. Es war harte Arbeit, der Mehrheit der Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten dieses Gesetz abzuringen, aber wir haben einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht.

Bisher wurde der Welthandel dazu genutzt, Regeln einzustampfen und Standards abzusenken. Mit dem Gesetz zu Konfliktmineralien ist es andersherum: Wir schaffen Regeln und setzen Standards. Das stärkt die Interessen von Verbraucherinnen und Verbrauchern in der Europäischen Union, die mit ihren Produkten keine Kriege und Konflikte finanzieren wollen – und es hilft der Zivilbevölkerung vor Ort, wo militärische Gewalt zurück gedrängt wird. Ein Gewinn für alle - so muss es weitergehen.“

 

(1) 2014 hat das Europäische Parlament einen Initiativbericht von der grünen Abgeordneten Judith Sargentini mit großer Mehrheit angenommen, in dem zum ersten Mal verbindliche Regeln für Konfliktmineralien gefordert wurden. Diese Gesetzgebung übernimmt viele der damaligen Forderungen.

Hintergrund-Informationen finden Sie hier: http://www.skakeller.de/themen/handel-und-globale-gerechtigkeit/hintergrundbriefing-mineralien-aus-konfliktgebieten.html

 

Los Verdes celebran que la UE adopte medidas vinculantes contra los minerales de conflicto, pero piden ir más allá

Minerales de conflicto


El Parlamento Europeo ha aprobado hoy el Reglamento por el que se establece un sistema de la Unión para la autocertificación de la diligencia debida en la cadena de suministro de los importadores responsables de estaño, tantalio y wolframio, sus minerales y oro originarios de zonas de conflicto y de alto riesgo. Con esta norma, se obligará a algunas empresas a garantizar en su cadena de suministro la total ausencia de minerales provenientes del comercio que fomenta conflictos armados.

Sobre esta nueva norma, el eurodiputado de los Verdes/ALE (ICV), Ernest URTASUN ha afirmado:

"Damos la bienvenida a este avance legislativo que busca la solución al problema de los minerales de sangre. Aun así, sigue habiendo insuficiencias en esta legislación y seguiremos presionando a la Comisión Europea, ya que consideramos que la legislación de Estados Unidos es mucho más avanzada al incluir también las empresas que producen los bienes finales de consumo, especialmente las empresas de smartphones y tablets, no quedan obligadas por esta legislación.”

Por su parte, el eurodiputado de Los Verdes/ALE (EQUO-Primavera Europea), Florent MARCELLESI, ha declarado:

“Las empresas mineras o relacionadas con el comercio de minerales sí estarán obligadas a partir de ahora a verificar la ausencia de vínculos entre su cadena de suministro y los conflictos armados o situaciones de vulneración de los derechos humanos. Esperamos un impacto positivo en la vida de las poblaciones locales, especialmente en la República Democrática del Congo y en la región de los Grandes Lagos.”