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Presse­mitteilung |

Ergebnisse sind große Enttäuschung

COP24

Die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz COP24 im polnischen Katowice sind enttäuschend. Sie werden nicht reichen, die globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. In Katowice sollten die Vertragsländer ein Regelwerk zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verabschieden und sich zu ambitionierten Klimaschutzzielen verpflichten.

Rebecca Harms, klimapolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, kritisiert die Lücke zwischen den Erwartungen von Wissenschaft und Bürgern auf der einen und mangelnder Bereitschaft der Regierungen auf der anderen Seite:  

„Die Ergebnisse von Katowice sind eine große Enttäuschung, die EU-Regierungen sind wieder nicht vorangegangen. Zwischen den zögerlichen Entscheidungen der Regierungen und den Erwartungen von Wissenschaft und Bürgern klafft eine Riesenlücke. Wissenschaftler und sogar die Finanzwelt fordern mehr Klimaschutz, aber die große Mehrheit der Regierungen setzt weiter auf fossile Energie von gestern und verspielt eine große Innovationschance für die europäische Industrie.

Die EU-Regierungen tragen eine große Verantwortung für die schwachen Ergebnisse der Klimaverhandlungen. Nach dem Abschied der USA vom internationalen Klimaschutz hätte sich die Europäische Union an die Spitze des internationalen Klimaschutzes stellen müssen. Diese Chance haben die EU-Regierungen verstreichen lassen. Auch der Bundesregierung ist der Ehrgeiz beim Klimaschutz ausgegangen. Der Aufschub des Kohleausstiegs ist das große Versäumnis der großen Koalition.“ 

Die österreichische Ratspräsidentschaft hat beim Klimaschutz versagt, meint Thomas Waitz, Mitglied der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament:

„Die österreichische Ratspräsidentschaft hat beim Klimaschutz versagt. Tausende von Menschen demonstrieren dafür, den Hitzekollaps des Planeten zu stoppen, und die Regierungen können sich nur auf ein technisches Regelwerk einigen. Der eindringliche Appell des Weltlimarats für schnelles Handeln bleibt weitgehend ungehört, die Regierungen ignorieren Wissenschaft und die Proteste der Bürger. 

Die Europäische Union darf sich nicht länger hinter einer vagen Langzeitstrategie verstecken. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, brauchen wir ambitionierte mittel- und langfristige Klimaziele. Die Europäische Union muss sich vor der UN-Generalversammlung im September 2019 verpflichten, die CO2-Emissionen um 55 Prozent bis zum Jahr 2030 zu begrenzen.“

 

 

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Zuständige Abgeordnete

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MdEP

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