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Presse­mitteilung |

Jugendbeschäftigung

EU-Parlament will besseren Zugang von Jugendlichen zum Arbeitsmarkt

Das Europäische Parlament forderte heute konkrete Initiativen um den Zugang von Jugendlichen zum Arbeitsmarkt zu verbessern, so wie mehr Praktikenten- und Lehrstellen. Zur Annahme ihres Berichts mit großer Mehrheit erklärt die dänische Europa-Abgeordneten Emilie Turunen:

"Ich bin sehr zufrieden, dass das Europäische Parlament die Verbesserung des Zugangs junger Menschen zum Arbeitsmarkt in der Europäischen Union so vehement unterstützt hat. Es ist höchste Zeit zu handeln. Heute sind mehr als 5.5 Millionen Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos, oder einer von fünf jungen Menschen. Das ist zweimal so hoch wie die durchschnittliche Arbeitslosenrate. Noch schlimmer: Diese Quote wird noch weiter ansteigen. Das macht die Jugendarbeitslosigkeit zu einem der brennendsten Probleme Europas.

Wir riskieren eine ganze Generation zu sozialer Ausgrenzung zu verdammen und damit auch die wirtschaftliche und soziale Zukunft der EU aufs Spiel zu setzen. Jugendarbeitslosigkeit verursacht hohe soziale und wirtschaftliche Kosten in unseren Gesellschaften. Wir riskieren den Verlust von Wachstumsmöglichkeiten und das Schrumpfen der Steuerbasis, was wiederum die Investitionen in die Infrastruktur und den öffentlichen Dienst unterminiert. Eine große Mehrheit der Europa-Abgeordneten hat sich heute für sehr konkrete Initiativen ausgesprochen. Nun muss diese Kommission diese umsetzen. 5,5 Millionen junger Menschen warten auf Taten."

Die Hauptforderungen des Turunen-Berichts sind:

  • Eine Europäische Jugendgarantie, die das Recht eines jeden jungen Menschen in der EU sichert, nach einer Arbeitslosigkeit von maximal 4 Monaten einen Arbeitsplatz, eine Lehrstelle, eine Zusatzausbildung oder eine Kombination aus Arbeit und Ausbildung angeboten zu bekommen.
  • Eine europäische Charta für die Qualität von Praktika, die eine zeitliche Begrenzung für Praktika, eine Mindestzuwendung basierend auf den Lebensunterhaltungskosten am Praktikumsort und Sozialleistungen nach örtlichen Standards enthalten.  
  • Mindestens 10% der Mittel des Europäischen Sozialfonds soll jugendspezifischen Projekten gewidmet werden, um den Zugang zu diesen Fonds zu erleichtern.
  • Eine nichtdiskriminierende Politik gegenüber jungen Menschen: alle jungen Menschen sollen einen individuellen Anspruch auf ein menschenwürdiges Einkommen haben. Dieses Einkommen soll ihnen ermöglichen, wirtschaftlich unabhängig zu sein. Einige nationale Gesetze können als diskriminierend angesehen werden können, da sie jungen Menschen ebendiese finanzielle Unabhängigkeit vorenthalten wie beispielsweise der niedrigere Mindestlohn für junge Menschen im Vereinigten Königreich, der begrenzte Zugang zum Revenu de solidarité in Frankreich und die geschmälerten Leistungen bei Arbeitslosigkeit für junge Menschen in Dänemark.

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