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Klimawandel daten

Täglich werden neue Informationen veröffentlicht, die den wissenschaftlichen Konsens über den Klimawandel bestätigen und vertiefen - das deutliche Schmelzen der Polkappen, Dürre, Flutwellen, Stürme, der steigende Meeresspiegel, Trinkwasserknappheiten, Rekordtemperaturen, das Aussterben bedrohter Tierarten und die Verbreitung von Seuchen aufgrund einer steigenden Durchschnittstemperatur. Wissenschaftlichen Berichten zufolge würde eine gebremste Erderwärmung um 2°C ausreichen, den kritischen Punkt zu überschreiten - die Eisflächen Grönlands würden schmelzen, der Wasserspiegel um 7m steigen, und das hätte fatalen Folgen. Bisher sind wir aber noch nicht einmal so weit, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, um die globale Erwärmung auf 2°C zu senken.

Die meisten der negativen Folgen der globalen Erwärmung werden zunächst nur die Ärmsten in den strukturschwachen Entwicklungsländern treffen - das Welternährungsprogramm hat etwa gewarnt, dass unbeständige Wetterverhältnisse das Leben von über 16 Millionen Menschen im Horn von Afrika bedrohen.

Die Europäischen Grünen haben sich dafür eingesetzt, dass die EU der Klimakampagnen an der Spitze bleibt - die grünen Umweltminister haben einen entscheidenden Beitrag bei der Umsetzung des Kyoto-Protokolls geleistet. Die EU hat ihr internes Regelwerk auf die Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls ausgerichtet - dessen Einhaltung ist verbindlich, unabhängig von dem Inkrafttreten des Protokolls. Durch das Verfahren des Emissionshandels und die Möglichkeit für Unternehmen, durch die Reduzierung von Emissionen in Entwicklungsländern "Emissionskredite" zu erwerben, hat die EU das Kyoto-System funktionsfähig gemacht. In den letzten Jahren haben die Grünen außerdem daran gearbeitet, Nuklearenergie aus dem Arsenal der internationalen Klimapolitik zu verbannen. Die Grünen haben dafür gekämpft, die schadstoffreduzierende Politik der EU zu unterstützen, um die Schadstoffausstöße in Europa um mindestens 50% zu verringern.

Die Grünen stehen für eine erneuerbare Zukunftswirtschaft.

Industrialisierte Länder müssen bei der Reduzierung der Treibhausgase mit gutem Beispiel vorangehen und dafür sorgen, dass die Entwicklungsländer Zugang zu sauberen Technologien haben. Die Grünen setzen sich für eine erneuerbare Wirtschaft in Europa ein. Eine Wirtschaft ohne nukleare Risiken, die wenige Schadstoffe abgibt, ist nicht utopisch. Ein großer Teil dieser Technologien ist bereits erhältlich, beispielsweise energiesparender Wohnungsbau, schadstoffreduzierte Fahrzeuge, Energiegewinnung aus Wind, Wasser, Biomasse, Sonne und Erdwärme - und mit der richtigen Politik und ökonomischen Anreizen kann ihre Entwicklung sinnvoll vorangetrieben werden. Die Nutzung alternativer Energien muss erhöht werden. Als vorläufiges Ziel sollte die EU anstreben, bis 2020 25% ihrer Energie aus erneuerbaren Energien zu beziehen.

Die Entwicklung Europas in Richtung einer schadstoffarmen Wirtschaft hat viele Vorteile: sauberere Luft, Einsparungen im Gesundheitswesen, sicherere Versorgung, Einsparungen in wirtschaftlicher Hinsicht und bei natürlichen Ressourcen, nicht zu vergessen die geringeren Risiken in Bezug auf atomare Katastrophen durch Unfälle oder terroristische Aneignung von Nuklearmaterial. Der Öl-Abhängigkeit zu entkommen würde auch unsere Sicherheit erhöhen. Wir wären nicht mehr verpflichtet, die Diktatoren der meisten Öl-Export-Länder unterstützen, die ökologischen Risiken und die Verletzung von Menschenrechten in der Ölproduktion hätten ein Ende, die Welt würde insgesamt friedlicher werden.

Der vollständigeText ist leider nur auf Englisch verfügbar.

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